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Apple-süchtig?

29.03.2008 · Keine Kommentare

Kategorien: Apple
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Der Beginn einer neuen Dominanz von Apple [update]

08.03.2008 · Keine Kommentare

Das Fortune Magazin hatte letzten Monat die Chance ein Interview mit Steve Jobs führen zu dürfen. Die Aussagen, die Jobs für sein Unternehmen trifft, sind (für einen westeuropäischen automotiven OEM) wirklich beeindruckend:

“We do no market research. We don’t hire consultants. The only consultants I’ve ever hired in my 10 years is one firm to analyze Gateway’s retail strategy so I would not make some of the same mistakes they made [when launching Apple’s retail stores]. But we never hire consultants, per se. We just want to make great products.”

Wie kann ein Unternehmen wie Apple ohne Marktforschung und Consulter überleben? Hut ab vor dieser Unternehmenskultur. Apple fragt nicht, was sie tun sollen, sie machen es einfach. Apple folgt keinen Trends, sondern generieren Trends.
Genauso beeindruckend die Aussage über die eingeschränkte Produktpalette:

“Apple is a $30 billion company, yet we’ve got less than 30 major products. I don’t know if that’s ever been done before. Certainly the great consumer electronics companies of the past had thousands of products. We tend to focus much more. People think focus means saying yes to the thing you’ve got to focus on. But that’s not what it means at all. It means saying no to the hundred other good ideas that there are. You have to pick carefully.”

Diese Aussage beeindruckt mich, da Apples Mitarbeiter sicher nur so vor guten Ideen sprudeln, frage ich mich, nach welchem Muster diese guten Ideen gefiltert werden, so dass am Ende nur noch 30 Produkte übrig bleiben? Ist Steve Jobs der einzige Visionär, der über das Schicksal der Ideen entscheidet?

Um nochmal zu beweisen, dass Apple’s Strategie richtig ist, gab es gestern gleich den Nachschlag: die iPhone Software Roadmap. Die kurzen Fakten zur Roadmap:

  • Das iPhone wird dank Exchange-Unterstützung (Microsoft)unternehmenstauglich
  • Jeder kann kostenlos das SDK runterladen und entwickeln
  • Je nach Modell muss ein Software-Entwickler zwischen $99 und $299 zahlen
  • Der Vertrieb der Software erfolgt über iTunes, keine Transaktionskosten für Programmierer
  • Die Entwickler bekommen 70% der Einnahmen, wobei sie den Preis selber bestimmen können
  • Entwickler müssen sich nicht um das Hosting und Werben kümmern, da Apple alleiniger Anbieter sein wird
  • 100 Millionen Venture Capital für besonders gute Projekte
  • Der User bekommt dafür z.T. kostenlose Anwendungen/Spiele, die er bequem über das iPhone runterladen kann (sowohl über Wifi als auch über das Handynetz)

Das mag jetzt alles nicht so interessant klingen, aber nicht ganz unbedeutende Stimmen (37signals, Jason Fried) prophezeihen bereits den Paukenschlag:

“What we saw today was the spark. The explosion will continue for twenty years. We will all feel the warmth.

What we saw today was the beginning of two-decades of mobile domination by Apple. What Microsoft and Windows was to the desktop, Apple and Touch will be to mobile.”

Wenn das mal nicht schmeichelnde Worte sind. Ich glaube jedenfalls auch, dass was großes passieren wird. Das iPhone spricht mit der neuen Ankündigung nicht nur professionelle User an (Blackberry, halt dich fest!), sondern auch eine ganze Horde von Spielern an. Verbunden mit einem sehr attraktiven Vertriebsmodell (iTunes) und finanzieller Förderung (100 Mio), der Stärke des viralen Marketings wird der Halo Effekt nicht lange auf sich warten lassen. Eine klassische win-win-Situation.

[update]

Hier eine Liste von 29 möglichen Anwendungen für das iPhone: überwiegend Spiele, aber auch z.T. professionelle Anwendungen.

Mehr zum Nachlesen bei fscklog, [2], golem

Interessanter Beitrag zum Vertriebsmodel im CYBERBLOC

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